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ANZEIGE Bigben Interactive / Cyanide ALS TEAMMANAGER INS GELBE TRIKOT Der Pro Cycling Manager ist längst eine Konstante für viele Radsportfans. Seit 19 Jahren gibt es die Computersimulation bereits, und auch 2019 wurde kurz vor der Tour de France die neueste Version der Serie veröffentlicht. Im Spiel übernimmt man die Rolle eines Teammanagers und kann seine eigene Profimannschaft durch die Saison und darüber hinaus begleiten. Insgesamt können so über 200 Rennen und 600 Etappen auf der ganzen Welt simuliert werden, wobei der Spieler vom Trai - ning über die Rennplanung und Rennstrategie bis hin zur Steuerung der Fahrer im Rennen sämtliche Aufgaben eines Sportlichen Leiters über - nehmen kann – auch das Aushandeln von Verträgen oder das Gewinnen neuer Sponsoren. Bei unserem Procycling-Test hat uns dabei vor allem die 3D-Rennsimulation gefallen. Die KI der computergesteuerten Fahrer und Teams hat sich im Vergleich zu den Vorgängerversionen so deutlich verbessert, dass die Rennverläufe und Ergebnisse oft sehr realistisch ausfallen. Das gilt entspre - chend auch für die Multiplayer-Variante, die durch die seit Jahren sehr treue Fan-Community, die ergänzende Datenbanken, Trikots, Teams, Fahrer usw. erstellt, noch einmal zusätzlich aufgewertet wird. Der Managerteil könnte dagegen manchmal detaillierter sein – besonders Themen wie das Training oder das Sponsoring sind noch ausbaufähig. Neben dem Hauptkarriere-Modus und dem Online-Multiplayer-Modus für bis zu 16 Spieler gibt es zudem verschiedene weitere Modi – etwa den Pro-Cyclist-Modus. In diesem kann der Spieler einen einzelnen Fahrer bis an die Spitze bringen. Im Einzelrenn-Modus kann man als Sportlicher Leiter einzelne Rennen wie etwa die Tour de France 2019 mit seinem Lieblingsteam spielen. Und im Track-Cycling-Modus kann man Rennen auf der Radrennbahn bestreiten. Das Spiel ist als PC-Version im Fachhandel oder auf Online-Plattformen wie Steam erhältlich. www.bigben-interactive.de / www.cyanide-studio.com © Hersteller 22 PROCYCLING | SEPTEMBER 2019

ANZEIGE die Spielgeschwindigkeit aber deutlich langsamer. Zudem haben wir mehr als 200 3D-Etappen. Die künstliche Intelligenz ist ebenfalls sehr herausfordernd, weil der Radsport ein taktisch sehr komplexer Sport ist. Individualsport und Teamsport zugleich, dazu ganz verschiedene Rennen und Rennfahrertypen. Nehmen wir Peter Sagan und Alejandro Valverde: Sie sind zwei große Champions, aber mit komplett verschiedenen Fähigkeiten. Das gilt es zu berücksichtigen. Wie groß ist Ihr Entwicklungsteam eigentlich? Jedes Jahr sind wir mehr oder weniger um die 20 Leute, die sich um die Entwicklung, Programmierung, das Gamedesign, die Grafik etc. kümmern. Neben dem Pro Cycling Manager entwickeln wir ja auch noch das Konsolenspiel Tour de France. „IN UNSEREM TEAM SIND ALLE GLÜHENDE FANS“ Nur wenige PC-Spiele schaffen es, sich über 19 Jahre konstant weiterzuentwickeln. Im Procycling-Interview sprachen wir mit Clement Pinget, Game Designer des Pro Cycling Managers, worauf es ihm bei der Ge - staltung der komplexesten Radsportsimulation auf dem Computerspielemarkt ankommt. Pro Cycling Manager 2019 ist bereits das 19. Spiel der Radsportmanager-Serie. Worin liegt die Herausforderung, den Profiradsport am Computer so realistisch wie möglich darzustellen? Da gibt es ganz viele verschiedene Schwierigkeiten. Ich denke, dass das der Hauptgrund dafür ist, dass es vor unserem Projekt kein richtiges Radsportspiel auf dem Markt gab. Einen Manager zu programmieren, ist schon sehr komplex, aber die 3D-Simulationen sind noch einmal eine Herausforderung für sich. Man muss die verschiedenen Landschaften, Städte etc. darstellen. In einer Autorennsimulation geht das oft einfacher, da man sich aufgrund der höheren Geschwindigkeit einiger 3D-Tricks bedienen kann. Im Radsport ist Und alle sind glühende Radsportfans? Ein großer Teil definitiv. [lacht] Und damit meine ich wirkliche Fans, die sich für den Radsport – von der Tour Down Under bis zur Lombardei-Rundfahrt – durchgehend interessieren. Im Team diskutieren wir oft über die Rennen, die Transfergerüchte, das Equipment – das gehört einfach dazu. Einige von uns sind zudem selber Fahrer und nehmen an Amateurrennen teil. Ein Mitglied unseres Teams, Antoine Dalibard, war sogar selber einmal Profi und fuhr ein Rennen gegen Froome, Thomas und Dan Martin. Pro Cycling Manager 2019 ist bereits das 19. Spiel der Serie. Wie hat sich das Spiel im Laufe der Jahre verändert? In vielen Dingen. Der größte Unterschied ist sicherlich die 3D-Grafik. Der allererste Cycling Manager 2001 war sehr einfach gehalten. Die Straße ging einfach nur geradeaus, Spaß gemacht hat es vielen Fans aber trotzdem. Zudem gab es nur einen Saison-Modus, der nicht mit dem heutigen Karriere- Modus zu vergleichen ist. Auch war es damals wesentlich schwieriger, 3D- Strecken zu bauen, wofür es heute aber gute Tools gibt. Eine große Veränderung ist zudem die künstliche Intelligenz. Im Prinzip ist heute alles anders – außer, dass es immer noch ein Radsportmanager-Spiel ist. Auf welche Features der 2019er-Variante sind Sie besonders stolz? Eine große Veränderungen für 2019 ist der Pro Cyclist Mode, bei dem man einen einzelnen Fahrer Schritt für Schritt weiterentwickeln kann, bis er zum großen Champion wird. Man kann hier sehr detailliert vorgehen – etwa die Performance oder die Persönlichkeit eines Fahrers entwickeln. Insgesamt gibt es zwölf verschiedene Skills mit jeweils drei Leveln. Auch die Benutzersteuerung im diesjährigen Spiel ist uns sehr gut gelungen, was man beispielsweise beim Durchführen von Transfers sehen kann. Herr Pinget, vielen Dank für das Gespräch! © Hersteller SEPTEMBER 2019 | PROCYCLING 23