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Procycling 02.18

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LEMOND UND DIE KLASSIKER

LEMOND UND DIE KLASSIKER 19 84 LÜTTICH– BASTOGNE– LÜTTICH Für mich war Lüttich–Bastogne– Lüttich nicht so mythisch wie die Flandern-Rundfahrt und Paris– Roubaix, aber ich hätte es trotzdem gerne gewonnen“, sagt LeMond. „Aber es war so schwer, Sean Kelly zu schlagen. Er war in seinen besten Jahren und so gut. Ich habe alles gegeben, und manchmal verlierst du eben bei Radrennen. Die Klassiker sind Timing und Erfahrung, und du hast jedes Jahr nur eine Chance.“ ERGEBNIS 1 Sean Kelly Skil 6:47:31 2 Phil Anderson Panasonic 0:00 3 Greg LeMond Renault 0:00 4 Steven Rooks Panasonic 0:00 5 Acácio da Silva Malvor 0:00 92 PROCYCLING | FEBRUAR 2018

19 83 19 90 PARIS–TOURS MEISTERSCHAFT VON ZÜRICH Ich kann Ihnen diese Geschichte nicht erzählen“, sagt LeMond, bevor er einlenkt. „Ich habe gerne Spaß. Du trinkst nicht, wenn du ein Rennen fährst, aber du kannst frei machen und eine Margarita trinken. Ich hatte nach der Tour ein paar Tage frei, und Freitagabend haben wir bei uns zu Hause mit Freunden gefeiert. Ich trank viel zu viel. Kater. Dann ruft mich der Manager am nächsten Morgen an und sagt, ich muss am nächsten Tag die Meisterschaft von Zürich fahren. Ich dachte: ,Heiliger Bimbam, wie soll ich das denn machen?‘ Ich ging in das Rennen und fuhr konservativ und clever. Ich schwitzte den Alkohol aus. Da war ein schwerer Anstieg auf dem Rundkurs, da setzte ich mich an die Spitze und ließ die Gruppe an mir vorbeiziehen“, fährt er fort. „In der letzten Runde dachte ich: ,Meine Güte, ich fühle mich gut.‘ Es war totaler Dusel.“ ERGEBNIS 1 Charly Mottet RMO 6:07:08 2 Greg LeMond Z 0:00 3 Claudio Chiappucci Carrera 0:00 4 Marino Lejarreta ONCE 0:00 5 Gianni Bugno Chateau d’Ax + 0:39 LeMonds Endschnelligkeit, obwohl mit den schnellsten Sprintern nicht vergleichbar, war immer noch eine beachtliche Waffe. Von den echten Tour-de-France-Favoriten war er der schnellste, wie er mit seinem Etappensieg in Aix-les-Bains 1989 bewies, als er die vier anderen Fahrer schlug, die die Top Fünf komplettierten. Bei Paris–Tours hatte er die Ausdauer, es ins Finale zu schaffen, und 1983 fuhr er immerhin auf den vierten Platz, nachdem er in die sechsköpfige Ausreißergruppe gekommen war, die das Rennen bestimmt hatte. ERGEBNIS 1 Ludo Peeters TI Raleigh 5:27:25 2 Adrie van der Poel Jacky Aernoudt 0:00 3 Jan Raas TI Raleigh + 0:28 4 Greg LeMond Renault + 0:28 5 Silvano Contini Bianchi-Piaggio + 0:28 19 83 LOMBARDEI- RUNDFAHRT Ich liebe die Lombardei-Rundfahrt, aber ich bin den ganzen August und September Rennen gefahren und war da normalerweise erledigt“, sagt LeMond. „Aber in dem Jahr wurde ich Zweiter, ich war neuer Weltmeister und führte den Superprestige Pernod [Wertung über die ganze Saison] an. Ich fuhr nicht so gut, aber falls Kelly gewann, musste ich in den Top Vier sein, sonst hätte er den Superprestige gewonnen.“ Vielleicht war es, weil es Italien war und ich Amerikaner war, aber Fahrer wie Moser wollten mich wirklich kaltmachen. Aber ich versuchte, nahe bei Kelly zu bleiben, und es war, als wäre ich besessen. Mich sollte keiner rumschubsen! Am Ende wurde ich ganz knapp Zweiter.“ ERGEBNIS 1 Sean Kelly Sem 6:27:36 2 Greg LeMond Renault 0:00 3 Adrie van der Poel Jacky Aernoudt 0:00 4 Hennie Kuiper Jacky Aernoudt 0:00 5 Francesco Moser Gis 0:00 FEBRUAR 2018 | PROCYCLING 93