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Procycling 02.19

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DAS GROSSE INTERVIEW

DAS GROSSE INTERVIEW „DIE LEUTE HABEN KEINE AHNUNG, WIE DU DIR ALS SPRINTER DIE MUSKELN SCHÄDIGST. WENN DU DIESE POWER IM ROTEN BEREICH PRODUZIERST, KOMMST DU AM NÄCHSTEN TAG NICHT AUS DEM BETT.“ © Gruber Images wird nicht leichter dadurch, dass Tour-Organisator A.S.O. die Anzahl der reinen Sprintetappen in den letzten zwei Jahren leicht reduziert hat und die Sprints selbst jedes Jahr härter umkämpft und komplexer zu sein scheinen. Das Sprinten hat sich allein in den letzten zehn Jahren sehr geändert, eine Entwicklung, die erst von Cavendish eingeführt wurde und dann von seinen Rivalen, als mehr Fahrer in die Sprintzüge eingespannt wurden. Cavendish zufolge können es sich die Sprinter nicht leisten, bis eine Stunde vor dem eigentlichen Sprint weiter hinten im Feld zu fahren. Sie müssen hart arbeiten, um ihre Position zu verteidigen, dann auf den letzten zehn Kilometern ihren Anfahrern folgen, und wenn der Sprint dann eröffnet wird, sind die endschnellen Fahrer bereits im roten Bereich. Das alleine heißt, dass die Fähigkeit, hohe Wattzahlen zu treten, nur ein kleiner Teil einer sehr komplexen Rechnung ist. Es gab einige Jahre, in denen Cavendish es leicht aussehen ließ – sein Sprintzug, besonders bei HTC-Highroad, funktionierte wie eine gut geölte Maschine und eskortierte ihn an die Spitze, und er war so schnell, dass er seine Rivalen um Längen schlug. Aber wenn etwas leicht aussieht, ist die Wahrheit oft komplizierter. „Es ist nie einfach. Nur weil es leicht aussieht, heißt das nicht, dass es leicht ist. Das ist das Problem, das ich hatte. Weil es einfach aussah, nahm man an, es wäre einfach, aber das war es nicht. Die Leute haben das Training vorher nicht gesehen und wie ich in den Anstiegen kotzen musste. Und die Leute haben keine Ahnung, wie du dir als Sprinter die Muskeln schädigst. Wenn du diese Power im roten Bereich produzierst, kommst du am nächsten Tag nicht aus dem Bett. Die Muskeln der Kletterer mit langen Fasern werden nie so geschädigt. Andererseits werde ich mich nie so kaputtfahren können wie Chris Hoy im 1.000-Meter-Zeitfahren.“ Fürs Erste managt Cavendish die Regeneration von Epstein-Barr und peilt die Tour 2019 an, welche den Sprintern sieben echte Chancen bietet. 38 PROCYCLING | FEBRUAR 2019

MARK CAVENDISH Besonders interessant ist, dass vier davon in der Auftaktwoche kommen – bevor es in die ersten Berge geht, dürfte klar geworden sein, ob Merckx’ Bestmarke sicher ist oder ob Cavendish das Undenkbare schafft und den Rekord einstellt. Und wenn seine Form und seine Gesundheit gut sind, wird es ihm nicht an jenem Wettbewerbstrieb fehlen, der ihn zur Unsterblichkeit treibt. „Ich bin süchtig nach Siegen, ich brauche das“, sagt er. „Es ist alles, was zählt. Ich will nicht nur so gut wie möglich sein, sondern der Beste von allen.“ Sogar einschließlich Eddy Merckx. Im letzten Februar bewies Cavendish in Dubai, dass er seine großen Rivalen noch schlagen konnte. © Getty Images CARBON WHEEL TECHNOLOGY. Handmade in Austria Squad 2.5 Race Squad 4.2 Race DB Squad 5.8 Race DB Squad 2.5 SL Squad 4.2 SL Squad 5.8 SL • beste Bremsperformance mit der patentierten Bremsfläche • verbesserte Aerodynamik • RFID-System • asymmetrisches Profil • integrierter Tachomagnet • UV-beständig ROAD SQUAD 2.5 SL SQUAD 4.2 SL SQUAD 5.8 SL SQUAD 2.5 RACE SQUAD 4.2 RACE SQUAD 5.8 RACE AERODYNAMIC CROSS WIND STABILITY ATHLETE Low High Stable Unstable Beginner Professional XeNTiS Composite Entwicklungs- und Produktions GmbH, Dr.-Niederdorfer-Straße 25, 8572 Bärnbach, Austria, Tel.: +43 3142 60945 0, Fax: +43 3142 60945 690, office@xentis.com, www.xentis.com