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Procycling 04.19

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PROLOG NEUE RUBRIK

PROLOG NEUE RUBRIK SCHAUFENSTER PRODUKTEMPFEHLUNGEN FÜR DAS FRÜHJAHR PERFORMANCE-TRIKOTS & SCHNELLE REIFEN Im Schaufenster präsentieren wir regelmäßig die neuesten Produkte aus der Radsportwelt. Text Werner Müller-Schell & Caspar Gebel Fotografie Hersteller Sigma Rox 12.0 Sport DER TACHO DER PROFIS Der neue Rox 12.0 Sport erfüllt alles, was ein Profi zum Trainieren und Rennfahren benötigt – nicht umsonst wird Sigmas neuester GPS-Computer seit der vergangenen Tour de France auch von den Profis des Teams Sunweb um Nikias Arndt und Tom Dumoulin gefahren. Der Schwerpunkt des Device liegt auf den Navigationseigenschaften, den Trainingsfunktionen und den individuellen Einstellmöglichkeiten. Letzteres schlägt sich auch im Look nieder: So kann man das Design des Tachos mittels verschiedenfarbiger Außenschalen verändern und individuell ans Rad anpassen. Der Sigma Rox 12.0 Sport ist im Handel ab 399 Euro erhältlich, für das komplette Set mit Herzfrequenz- und Trittfrequenzsensor werden 479 Euro fällig. Preis: ab 399 Euro (Tacho)/ 479 Euro (Set mit Sensoren) Gewicht: 125 g www.sigmasport.com Biehler Signature³ Kollektion HIGH-END-BEKLEIDUNG FÜR RENNFAHRER Vision Metron 55 SL Tubular AERODYNAMISCH UND LEICHT Was Rigoberto Uran und seine Teamkollegen bei EF Education First schnell macht, muss auch Amateure schnell machen. Das ist der Ansatz der neuen Metron 55 SL Tubular aus dem Hause Vision. Der Carbonlaufradsatz vereint dabei vor allem zwei Vorteile: leichtes Gewicht und Aerodynamik. Dafür sorgen nicht nur die 55 Millimeter tiefen Aerofelgen, sondern auch die im Verhältnis 16/21 verteilten Aerospeichen. Aufgrund dieser Eigenschaften ist das Einsatzgebiet der 1.430 Gramm leichten Laufräder breit gefächert: Gefahren werden sie 2019 so unter anderem bei Paris–Roubaix, aber auch auf mittelschweren Etappen bei Rundfahrten. Preis: 1.870 Euro Gewicht: 1.430 g (Tubular) www.visiontechusa.com „Das beste Radtrikot, das wir je entworfen haben“, sagt Biehler über die neue Signature³-Kollektion. Das Langarmtrikot und das Kurzarmtrikot zeichnen sich vor allem durch drei Schlüsselelemente aus: einen performance-orientierten Schnitt, technische Materialien und ein von den Farben der Natur inspiriertes Design. Die leichten und funktionellen Stoffe sollen eine gute Luftzirkulation und einen wirksamen Feuchtigkeitstransfer ermöglichen. Die lang geschnittenen Ärmel haften dank eines neuen Powerband-Abschlusses gut am Arm und verhindern ein Hochrutschen, ohne einzuengen. Seitliche Mesh-Panels sorgen zusätzlich für gute Belüftung der Haut. Durch das neu entwickelte Taschen– system genießt man schnellen Zugriff auf Gels und Riegel. Preis: 140 Euro (Kurzarmtrikot)/ 150 Euro (Langarmtrikot) Gewicht: 110 g (Kurzarmtrikot, Größe M) www.biehler-cycling.com 20 PROCYCLING | APRIL 2019

PROLOG Specialized S-Works Exos 99 DER LEICHTESTE RADSCHUH DER WELT Die leichtesten Serienradsportschuhe der Welt zu produzieren – diesen Anspruch hat Specialized bei der Entwicklung der neuen S-Works Exos 99 verfolgt. Das Ergebnis: ein Gewicht von 99 Gramm pro Schuh. Dabei muss aber nicht auf Funktion verzichtet werden: Das neue Vorzeigemodell in der Schuhpalette des US-Herstellers verfügt über alle von Specialized bekannten Body-Geometry-Funktionen und eine entsprechend steife Carbonsohle. Technische und optische Highlights sind unter anderem das revolutionäre Dyneema-Mesh-Material sowie die für einen Radschuh ungewöhnliche Schnürung. Während Specialized den 649,90 Euro teuren S-Works Exos 99 auf 500 Stück limitiert hat, gibt es das 499,90 Euro teure Schwestermodell S-Works Exos ohne Limitierung. Im Unterschied zu den leichten Schnürschuhen verfügen diese über das Boa-Verschlusssystem und werden daher auch von einigen Profis wie beispielsweise vom belgischen Youngster Remco Evenepoel gefahren. Trotz des schwereren Verschlusses sind sie mit 150 Gramm pro Schuh immer noch sehr leicht. Preis: 649,90 Euro/499,90 Euro Gewicht: 99 g pro Schuh (S-Works Exos 99, Größe 42)/ 150 g pro Schuh (S-Works Exos) www.specialized.com Ein Radschuh mit 99 Gramm: Der neue Specialized S-Works Exos 99 ist auf 500 Stück limitiert. „WIR WOLLTEN DIE TECHNISCHEN LIMITS AUSREIZEN“ INTERVIEW MIT SPECIALIZED- PRODUKTDESIGNER ROB COOK Rob, 99 Gramm für einen Radschuh sind unglaublich leicht. Wie lange habt ihr diesen Schuh entwickelt? Insgesamt waren es drei Jahre. Es gab zahlreiche Prototypen, besonders weil wir das richtige Material finden woll - ten, um die technischen Limits aus - zureizen. Es ging darum, wegen des Gewichts möglichst minimalistisch zu arbeiten. Einmal abgesehen vom Gewicht: Worin bestand die größte Herausforderung bei der Entwicklung? Das war sicherlich, dass es so viele verschiedene Fahrertypen im Peloton gibt. Gerade die Profis bevorzugen oft äußerst verschiedene Passformen – je nachdem, welcher Typ sie sind und wie ihr Tretzyklus aussieht. Peter Sagan mag etwa eher einen engen Fersenbereich, Fabio Aru gefällt dagegen ein eher lockerer Sitz. Daher haben wir so viel Zeit investiert, um einen Schuh zu entwickeln, der allen gefällt. Eines der verwendeten Materialien ist Dyneema-Mesh. Was hat es mit dieser Technologie auf sich? Im Prinzip handelt es sich dabei um eine synthetische Chemiefaser auf Basis von Polyethylen mit ultrahoher Molekülmasse. Konkret heißt das, dass es sich um ein sehr leichtes und sehr dünnes Material handelt, das aber trotzdem sehr stark ist. Die Fasern sind stärker als Stahl, aber dünn wie Papier und so leicht, dass sie auf Wasser schwimmen. Entsprechend ist der Schuh sehr leicht und bequem. Er fühlt sich an wie eine Socke. Das Material ist allerdings sehr kostspielig: Der Quadratmeter kostet stolze 90 Dollar – entsprechend hat sich das auch auf den Preis der Schuhe ausgewirkt. Die leichte Version des Schuhs ist auf 500 Stück limitiert. Für welche Zielgruppe ist er genau gemacht? Im Prinzip ist der Schuh vor allem für Fahrer gemacht, die gerne einen minimalistischen Schuh an der Grenze des technisch Machbaren fahren wollen. Die unlimitierte 150-Gramm-Version ist aufgrund des Boa-Schließsystems definitiv ein Schuh für ambitionierte Rennfahrer. Sind die Schuhe bereits im Peloton zu sehen? Und auf welche Version bauen die Profis? Ja, bei der Tour Down Under konnte man sie im Peloton schon entdecken. Einer der Fahrer, die sie bereits einsetzen, ist etwa Bora-Profi Gregor Mühlberger. Die Rennfahrer fahren dabei aber die 150-Gramm-Variante, da sie den Boa-Verschluss im Rennen aufgrund seiner Flexibilität mehr schätzen. Wir haben aber schon von einigen das Feedback bekommen, dass sie auch die Schnürversion sehr spannend und schön finden. Vielen Dank für das Gespräch! APRIL 2019 | PROCYCLING 21