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Procycling 07.2019

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PROLOG INSIDER RICK

PROLOG INSIDER RICK ZABEL ALLES IN RICHTUNG TOUR Der Katusha-Alpecin-Profi berichtet von der Kalifornien-Rundfahrt und Rund um Köln. Aufgezeichnet von Werner Müller-Schell, © Jojo Harper/Team Katusha-Alpecin (Porträt), Chris Graythen/Getty Images „AUCH WENN BEI DEN LETZTEN RENNEN DIE RICHTIG GUTEN ERGEBNISSE AUSGEBLIEBEN SIND, BIN ICH GUTER DINGE, DASS ICH FÜR DIE TOUR DE FRANCE NOMINIERT WERDE.“ Mai und Juni stehen für viele Radprofis traditionell im Zeichen der Vorbereitung auf die Tour de France. Auch für mich, als Teil des erweiterten Aufgebots von Katusha-Alpecin, ging es in den letzten Wochen darum, meine Form kontinuierlich aufzubauen. Mit Starts bei der Kalifornien-Rundfahrt und bei Rund um Köln habe ich genau das getan – leider ohne ein zählbares eigenes Resultat einzufahren. Ich muss zugeben: Als ich bei der letzten Kolumne darüber geschrieben habe, dass ich mir Hoffnungen auf eine gute Tagesplatzierung bei der Kalifornien-Rundfahrt machen würde, habe ich mir den Streckenplan wohl nicht richtig im Detail angeschaut. Vor Ort erlebte ich nämlich eine böse Überraschung: Fast jeder Tag war richtig schwer – und die gesamte Rundfahrt deutlich anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren. Zum Vergleich: Im letzten Jahr kam ich in der Woche auf rund 25 Stunden Wettkampfzeit. In diesem Jahr waren es derer gleich 35. Außerdem beinhalteten die Etap - pen mächtig viele Höhenmeter – für Sprinter gab es da nur wenig zu holen. Dazu kam, dass ich mir die Sprinterrolle in unserer Mannschaft mit Jens Debusschere teilen musste. Für mich blieb daher nur ein zwölfter Tagesplatz auf der vierten Etap - pe – nichts Überragendes, dennoch bin ich mit dem guten Training insgesamt zufrieden. Auch bei Rund um Köln wenige Tage später konnte ich meine eigenen Erwartungen nicht erfüllen und wurde 22. Hier zeigte sich im Prinzip die gleiche Problematik: Das Profil des Rennens war deutlich hügeliger als noch in den Vorjahren. Statt viele Passagen durch die Täler zu führen, nahmen die Veranstalter dieses Mal kreuz und quer alle Anstiege mit. So kam es auch, dass ich die Gruppe des Tages leider verpasste – und mit dem Hauptfeld ins Ziel rollte. Dass ich dennoch mit meinen Aufritten zufrieden bin, liegt am guten Trainingseffekt: Kalifornien war aufgrund meiner Verletzungsmisere im Frühjahr immerhin meine erste einwöchige Rundfahrt seit der Tour of Britain im vergangenen September. Für mich zählen daher weniger die Ergebnisse, sondern vielmehr die Rennkilometer. Rick Zabel bei der Kalifornien- Rundfahrt. Seine beste Tagesplatzierung war ein zwölfter Rang auf der vierten Etappe. Jetzt geht es mit riesigen Schritten in Richtung Tour de France. In diesen Tagen entscheidet sich endgültig, ob ich Teil des Tour-Aufgebots von Katusha-Alpecin sein werde oder nicht. Auch wenn bei den letzten Rennen die richtig guten Ergebnisse ausgeblieben sind, bin ich guter Dinge, dass ich nominiert werde. Nach meinem Etappenerfolg bei der Tour of Yorkshire Anfang Mai bin ich einer von nur drei Fahrern, die einen Sieg für unsere Mannschaft erringen konnten, zudem fühle ich mich vor allem am Berg deutlich besser aufgestellt als noch vor einem Jahr, als ich in den Alpen aufgeben musste. Mein letztes Rennen vor der Frankreich-Rundfahrt wird die Tour de Suisse sein. Ein klassisches Vorbereitungsrennen auf die Tour – und alles andere als einfach. Auf neun Etappen kommen zwei Einzelzeitfahren und vier Etappen in den Bergen, die richtig schwer sind. Was dann noch bleibt, sind drei Tagesabschnitte, von denen wiederum wahrscheinlich nur einer in einem Massensprint enden wird. Hier werde ich aber als Sprintkapitän gesetzt sein – hoffentlich kann ich diese Chance nutzen. Geboren am 7. Dezember 1993, zog es den Sohn von Erik Zabel schon früh zum Radsport. Nach guten Platzierungen bei den Junioren wechselte er 2012 zum Rabobank Development Team. 2014 wurde Rick Zabel Profi bei BMC und fuhr drei Jahre bei der US-amerikanischen Equipe. 2017 wechselte er zu Katusha-Alpecin und bestritt erstmals die Tour de France und die Straßen-WM. 24 PROCYCLING | JULI 2019

W W W . R A D O N - B I K E S . C O M Das Vaillant Disc 8.0: Für alle, die sich ein Rad mit guter Ausstattung, schickem Design und Aero-Eigenschaften wünschen und noch Geld übrig haben wollen, um die Saison auf Mallorca antreten zu können. RADON VAILLANT 8.0 1.699 € Alle Preise verstehen sich als Endpreise inkl. MwSt.. Irrtümer, Druckfehler, Preisänderungen & Liefermöglichkeiten vorbehalten! Nur solange der Vorrat reicht. Sitz der Gesellschaft: H&S Bike-Discount GmbH | Wernher-von-Braun-Str. 15 | 53501 Grafschaft